ATW
Expeditions-Service

Bahnhofstrasse 76
3232 Ins
Tel  +41323134407
Fax +41(0)32/313 44 08
eMail info(at)atw.ch


Aktuelle Öffnungszeiten:
Mo geschlossen
Di Showroom geöffnet
            09:00 - 12:00
            13:30-18:30
Mi                     Nur Büros bedient
            09:00 - 12:00
            13:30 - 17:00
Do Showroom geöffnet
            09:00 - 12:00
            13:30 - 17:00
Fr Nur Büros bedient
            09:00 - 12:00
            13:30 - 17:00
Sa Showroom geöffnet
            09:00 - 16:00

Familienreise ins sommerlich heisse Libyen


September/Oktober 1999 - Tunesien, Libyen südost
Autor: Jürg Sollberger - juerg.sollberger@sahara.ch

zurück
 
  Ziegendreck und Sternenhimmel

Mittlerweile wünschen sich unsere Kinder als Wunsch-Reiseland Libyen: "bitte Mami und Vättu, wir wollen in die richtige Wüste, nicht nach Tunesien". Alles klar? Nun sind also die Kinder schon so gross und der Toyota immer noch gleich klein. Wir können sie schichten wie wir wollen, alle vier haben auf der Rückbank einfach nicht mehr Platz. Ein zweites Fahrzeug muss her. Praktisch wenn man ein solches als Vermiet-Fahrzeug in der Garage stehen hat. Also kommt Doris nicht darum herum selber ein Gefährt über Steine und durch Dünen zu lenken. Mit zwei Geländefahrzeugen werden wir auch hinsichtlich der Sicherheit gut gerüstet sein um einsame Strecken anzugehen.
  Genua-Tunis mit der neuen Fähre

September 1999, das noch sommerheisse Libyen lockt. Mit der stolzen und brandneuen Fähre "Carthage" setzen wir in rund 20 Stunden von Genua nach Tunis über. Wir ruhen uns erst mal in Djerba auf einem Campingplatz aus, bevor uns die rosaroten Bäuche und immer gleich öden Animationsprogramme der Hotelkomplex-Insassen zum Aufbruch bewegen. Natürlich ist es wieder sehr heiss.
  Swimming-Pool mit Eiswürfeln

Tatsächlich ist der gekühlte Pool im Hotel Sangho in Tataouine ein paar Stunden lang unser höchstes Glück. Die darauf folgende Nacht weniger. Wir stellen unsere Liegebetten an idyllischer Stelle ("beliebter Lagerort von Hirten") auf einem Meer von Schafs- und Ziegen-Kügelchen auf. Die Mücken wehren wir mit einem aufgespannten Moskitonetz ab. Zuerst weht in der Nacht der Wind das Moskitonetz fort bevor die Luftfeuchtigkeit niederschlägt. Die Kügelchen stinken jetzt penetrant nach Scheissdreck. Unsere Schlafsäcke übrigens auch. Und überall Mückenstiche. Abenteuerferien, oder?
  Wie einer von ihnen...

Also fahren wir an die Grenze, in der Hoffnung der Duft verflüchtige sich im Gedränge oder könne zumindest nicht so genau zugeordnet werden. Wir kommen rasch voran. Kinder vereinfachen bürokratische Akrobatik, das haben wir schon oft festgestellt. Ein libyscher Beamter will wissen über welche Komfortanlagen die beiden Fahrzeuge verfügen. "Air Condition?" (Klimaanlage?). "Der weisse Wagen ja, der rote von Madame nicht". Da hellt sich sein Gesicht aber auf: das sei ja wie bei ihnen, der Mann im Luxus, die Frau badet im Schweisse ihres Angesichtes. Da sind wir ja gut angepasst...
  Seen in den Dünen

Wir steigen bei Bargan in die Dünen ein. Die Strecke ist recht anspruchsvoll und das grelle Sonnenlicht lässt die Konturen der Sandhügel-Landschaft verschwinden. Wir erreichen erstaunlich flott den Tademka-See. Mitten im grossen Dünenmeer vom Erg Ubari trotzen diese Wunder der Natur stetem Sandgebläse und brütender Hitze. Am Um-El-Maa-See treffen wir das einzige Mal auf dieser Reise auf andere Reisende. Es sind erst noch gute Bekannte aus Basel, welche nichtsahnend Jürgs Fahrversuche hoch oben auf einer Düne verfolgten: "so ein Spinner"... Sie hatten nicht mit uns und dieser Hitze hier gerechnet und ihr Motto an ihrem Ruhetag lautete: wenn Du nicht schwitzen willst, so bleib völlig ruhig liegen, beweg dich ja nicht! Und das neun Stunden lang, ohne Kühlschrank. Zuhause bei der Wahl zwischen Kühlschrank oder 12Volt Fön fiel die Wahl unglücklicherweise nicht auf ersteren, wie gesagt: Abenteuer-Reise.
  Leichter als Wasser

Wir fahren gleichentags weiter zum grossen Gaberoun-See und baden, baden, baden... und trinken am Schatten beim rührigen Platzwart "Cheikh" ein paar kühle Softdrinks. Vorallem auch die Kinder geniessen das Schwimmen, ein Untergehen ist angesichts der Salzkonzentration schlicht nicht möglich. Zeitungslesen im See, nur der Kiosk fehlt...
  Rote Hände und schwarze Erde

Kurz nach Murzuk werden wir von einer libyschen Familie eingeladen. Doris und die Kinder werden im Frauenzimmer beschlagnahmt, Jürg guckt im Männerzimmer Fussball. Rührend kümmert man sich um uns. Unsere Frauen kriegen Hennamuster auf die Hände eingegerbt
  Waw An Namus

Einen Tag später fahren wir Richtung Waw An Namus. Seit ein paar Kilometern ist die Erde mitsamt der ganzen Umgebung schwarz geworden. Lawagestein soweit das Auge reicht. Dann plötzlich tut sich unverhofft dem Auge ein riesiges Kraterloch auf: intensiv farbige Seen, Palmen, Vögel, Kriechgetiere und der Kraterkegel in der Mitte. Wow! Wir sind wie meist zu dieser Jahreszeit die einzigen Menschen hier.
  Respekt vor der Wüste

Anderntags reisen wir ostwärst und gelangen mühelos einige hundert Kilometer über eine riesigie ebene Fläche am Rand der Rebiana-Sandsee entlang. Einsam und heiss zwar, aber wesentlich leichter als wir uns das vorgestellt haben
  Dieselvorrat in der Wüste...

Wir brauchen kaum einen Drittel des berechneten Diesels. So vergraben wir ein paar Kanister für andere Jahre, man weiss nie... Wir haben den Respekt vor der Wüste gelernt.
  Frau am Steuer

Nördlich von Tazerbo erreichen wir die Teerstrasse. Auf der langen und eintönigen Fahrt machen sich die libyschen Sammeltaxis ein Gaudi daraus Doris zu überholen um dann langsamer zu fahren um sich von Doris überholen zu lassen, schliesslich wieder Doris zu überholen um dann langsamer zu fahren um sich von Doris überholen zu lassen, schliesslich wieder...
  Badeferien am Meer und in den Dünen

An der libyschen Küste geniessen wir ein paar wilde Camps mit herrlichen Bademöglichkeiten, bevor wir in Leptis Magna und Sebrata die prächtigen römischen Hinterlassenschaften besichtigen. Nach mühelosem Grenzübergang reicht die Zeit noch um "zum Abgewöhnen" von Ksar Ghilane nach Douz die Dünen zu queren. Angesichts der Hitze und Trockenheit fehlen hier gänzlich Spuren, so dass unser "Abschlusstraining" doch noch in schweisstreibende Schaufelarbeit ausartet. Abenteuerferien eben.
zurück

Die neusten ATW-Galerien


Bitte wählen Sie ein Suchthema und/oder eine geographische Region und/oder einen Zeitraum aus.

Sachthema


Region


Zeitraum


ATW Newsletter

Abonnieren Sie unverbindlich den ATW-Newsletter
Sie erhalten so monatlich Infos zu Events, Produkt-Neuheiten und Aktionen. Sie können den News-
letter jederzeit wieder künden.
Name:*
Vorname:*
Tel:
E-Mail:*
Bitte Zahlen addieren*